Traumhafte Aussichten für Würzburgs neuen Stadtteil! Das Hubland bekommt mit der Landesgartenschau 2018 ein grünes Herz.
Aus Visionen, Entwürfen und Planungen wird nun eine großartige Ausstellung in Natura. Bereits 1990 profitierte unsere Stadt von einer sehr erfolgreichen Landesgartenschau in den Festungsanlagen. Noch heute ist das Gelände ein wertvoller Naherholungsgürtel. 2,5 Millionen Besucher lockte die Ausstellung damals nach Würzburg - bis heute ein Rekordergebnis. Vielleicht wird diese stolze Marke nun ausgerechnet „auf Augenhöhe mit der Festung Marienberg“ geknackt. Das neue LGS-Gelände hat jedenfalls meines Erachtens alles, was es für eine neue Erfolgsgeschichte braucht.
Mein Dank gilt in dieser Stunde der großen Freude und Vorfreude den vielen Unterstützern unserer zwei Bewerbungen. Schon zehn Jahre vor der Austragung herrschte in der ganzen Region ein dynamisches Miteinander. Nach der Finalteilnahme bei der Bewerbung für 2016 konnten wir viele weitere Impulsgeber begeistert mitnehmen. Die Jury beeindruckte, dass auf der ersten Seite unserer neuen Bewerbungsmappe nicht nur ein Gespann aus Oberbürgermeister Rosenthal und Landrat Nuß für den Standort Würzburg warb, sondern auch die Landräte von Main-Spessart, Kitzingen, dem Main-Tauber-Kreis oder auch Roland Schwing, der Landrat des früheren Mitbewerbers Miltenberg. Die ganze Region setzte ein Ausrufezeichen.
Neben den Fürsprechern der Politik unterstützten zahlreiche Vereine, Verbände und natürlich auch der zukünftige Nachbar, die Universität Würzburg, frühzeitig die Bewerbung und mit der gleichen Energie auch den zweiten Anlauf. Leidenschaftliche Bürger-Planwerkstätten sorgten von Anfang an für eine sehr feine Verzahnung. Dieses Miteinander beflügelte die einzelnen Planungsstufen. Kaum zu glauben, aber die letzten US-Streitkräfte haben die Leighton-Barracks wirklich erst im Januar 2009 verlassen. Nach einem internationalen städtebaulichen Wettbewerb und der Planung einer Straßenbahnlinie durch das Frauenland haben wir nur ein Jahr später bereits sehr detaillierte Vorstellungen wie sich die 255.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit den Schwerpunkten Wissenslandschaft, Wohnlandschaft und Freizeitlandschaft in den neuen Stadtteil betten soll.
Bei der abschließenden Präsentation vor der Vergabekommission konnten wir das noch einmal unterstreichen. Die Tour übers zukünftige Gelände führte bereits an einer improvisierten Straßenbahn-Haltestelle „Landesgartenschau“ vorbei. Im Casino spielte die Blaskapelle des Gartenamts als kleiner Vorgeschmack für das umfangreiche Rahmenprogramm 2018. Vom Flugplatz-Tower aus signalisierten Lichter das zukünftige Grüne Band der Universität. Nun werden wir diese Visionen miteinander umsetzen.
Georg Rosenthal
Oberbürgermeister